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Baumskulptur

Schmiedestahl St 37, Feuerverzinkt,

Höhe ca. 4 m, Durchmesser ca. 1,5 m

Wurzeln 10, 15, 20, 30 mm Rundstahl,

Stamm 3 mm Stahlblech

Äste 10 – 30 – 50 mm Rundstahl,

3 geschmiedete Blättchen – Lebenssymbol

(In Privatbesitz)

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Wenn ich aus dem Fenster meines Ateliers in den Garten schaue, sehe ich eine große alte Pappel, ein Baum so gewaltig schwer und mächtig, mit Falten und Wurzeln, ganz wie die meinen. Jetzt, wo der Herbst nicht mehr weit, spüre ich eine leise Ahnung, etwas macht mir das Herz schwer, eine nicht zu erklärende Veränderung packt mich.


Es war im vergangenen Jahr in 2006, als ich einen telefonischen Anruf bekam. Einige Kilometer entfernt musste der 60 Jahre alte, liebgewordene Ahornbaum gefällt werden. Er war krank geworden, drohte durch die Macht seiner gewaltigen Äste, seiner Krone zu Boden zu stürzen. Bis auf den Baumstumpf musste er herunter geschnitten werden.


Als ich in diesen Tagen die traurige Geschichte von Hermann Hesse über die „Klage um einen alten Baum“ las wurde mir klar, dass wir unwiderruflich eingebunden sind in die Natur das „Kommen und Gehen“, „Entstehen und Vergehen“.


Um dem Wunsch des Kunden und meinen Empfindungen Ausdruck zu verleihen, entwickelte ich bei der geplanten Abdeckung der Baumschnittfläche, eine geschmiedete Baumskulptur, sozusagen einen Baumersatz aus Stahl, komplett mit Wurzelwerk, Baumstamm und Astwerk.


Die üppige Verwendung pflanzlicher Motive ersetzte ich durch geschwungene Lösungen. Insgesamt war mir wichtig, eine gezielte Aussage durch vollkommene Übereinstimmung zwischen der Absicht, der Einfachheit der Konstruktion und der Bearbeitung des Materials zu erreichen.


Es wäre schön, wenn mir die Eroberung der Freiheit gelungen sein sollte, und einen Inhalt zu vermitteln, formale Elemente, eine Botschaft der Natur in eigenständige Formen zu binden. Wenn ich jetzt aus dem Fenster meines Ateliers in den Garten schaue, sehe ich eine große alte Pappel, einen Baum, so unnachahmlich schön ...